Ökodesign-Verordnung – EG-Verordnung Nr. 1275/2008
 
 
zur Begrenzung der Stromverluste elektrischer und elektronischer Haushalts- und Bürogeräte im Bereitschafts- und im Schein-Aus-Zustand
 
Die Verordnung ist am 07. Januar 2010 in Kraft getreten.
 
 
Ziele
 
  • Senkung der Energieverluste bestimmter Produkte im Bereitschafts- und Aus-Zustand
  • Senkung des Stromverbrauchs im Bereitschafts- und Aus-Zustand
  • Verbesserung der Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit der betroffenen Produkte ohne übermäßig hohe Kosten
  • Gemeinschaftsweite Harmonisierung und Beitrag zum Funktionieren des Binnenmarktes

  • Was wird geregelt?

    In dieser Verordnung werden Ökodesign-Anforderungen an den Stromverbrauch im Bereitschafts- und im Aus-Zustand festgelegt. Sie gilt für elektrische und elektronische Haushalts- und Bürogeräte.
     

    Für wen gilt die Regelung?
     
    Die Verordnung gilt für Hersteller und Importeure von elektrischen und elektronischen Geräten, deren Produkte innerhalb der EU verkauft („in Verkehr gebracht“) oder in Betrieb genommen werden sollen. Es handelt sich um Haushaltsgeräte, überwiegend zum Einsatz im Wohnbereich bestimmte informationstechnische Geräte, Unterhaltungselektronik, sonstige Geräte zur Aufnahme und Wiedergabe von Bild und Ton, einschließlich Geräte zur Verbreitung von Bild und Ton auf anderem Wege als über Telekommunikationskanäle durch Signale oder auf andere Weise, sowie Spiel- und Freizeitgeräte.
     

    Was bedeutet dies für die Hersteller und Importeure?
     
    Hersteller und Importeure müssen die Einhaltung der verbindlichen Mindestanforderungen für das Inverkehrbringen der Produkte in die EU mit dem CE-Kennzeichen nachweisen. Die CE-Kennzeichnung gemäß der Ökodesign-Richtlinie Nr. 2005/32/EG ist gegebenenfalls zusätzlich zu bereits für die Produktgruppe geltenden CE-Richtlinien zu berücksichtigen.

    Tech Data kann als Distributor nicht beurteilen, ob die Mindestanforderungen für das Inverkehrbringen der Produkte in die EU eingehalten werden. Der Hersteller muss gewährleisten, dass:
     
  • die bei den Durchführungsmaßnahmen festgelegten Ökodesign-Anforderungen bei der Produktentwicklung berücksichtigt wurden,
  • eine Konformitätsbewertung durchgeführt und technische Unterlagen erstellt wurden,
  • eine Konformitätserklärung ausgestellt und die CE-Kennzeichnung und eventuell weitere Informationen (z.B. Codes, Piktogramme) auf dem Produkt angebracht wurden und
  • die Unterlagen zur Konformitätsbewertung und der Konformitätserklärungen bis zehn Jahre nach Produktionsende aufbewahrt werden und auf Anforderung der zuständigen Marktüberwachungsbehörde vorgelegt werden können.

  • Wer ist zuständig?

    Die federführende Zuständigkeit für die rechtliche Umsetzung der Durchführungsmaßnahmen (Ökodesign-Verordnungen) wird innerhalb der Bundesregierung von Fall zu Fall festgelegt. Sie hängt davon ab, welchen Geschäftsbereich die betreffende Maßnahme schwerpunktmäßig berührt.
     
     
     
    Link zum Umweltbundesamt: